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Willkommen!

Wir freuen uns, Sie auf der Webseite der Greifvogelhilfe Münsterland begrüßen zu dürfen!

Schnelle Hilfe

Sie haben einen Greifvogel in Not aufgefunden? Bitte kontaktieren Sie uns so schnell wie möglich.

Da man uns als „Greifvogel-Rettungsdienst“ verstehen kann helfen Sie uns sehr, wenn Sie ein Foto, vielleicht sogar ein kurzes Video und den Fundort des Tieres übermitteln. So können wir, gut informiert, möglichst effizient helfen.

Beobachten Sie den Vogel zunächst.
Besonders Jungtiere können sich bereits außerhalb des Horstes aufhalten, werden aber noch von ihren Eltern versorgt. Bitte beobachten Sie den Vogel zunächst einige Zeit aus sicherer Entfernung.

Schützen Sie sich!
Der verletzte Vogel weiß nicht, dass Sie ihm helfen wollen. Es ist also möglich, dass er sich mit Krallen und Schnabel gegen Sie wehren wird. Bitte tragen Sie in jedem Fall Schutzhandschuhe und möglichst auch lange Ärmel. Eine Decke oder Jacke kann zur Not einfach über den Vogel geworfen werden, um ihn dann vorsichtig zu verstauen.

Gerade in Zeiten der Vogelgrippe achten Sie bitte darauf, sich nach dem Kontakt mit dem Vogel gründlich die Hände zu waschen und zu desinfizieren. Dies soll keine Angst machen aber vor der weiteren Verbreitung schützen.

Transport
Am besten transportieren Sie den Vogel in einem Papp-Karton mit Luftlöchern.

Bitte beachten Sie, dass wir uns auf Greifvögel spezialisiert haben und keine anderen Wildvögel oder Tiere aufnehmen können.

Kontaktieren Sie uns in jedem Fall, bevor Sie einen Vogel zu uns bringen!

Mehr erfahren

Unser ganzes Leben dreht sich um Tiere und dank der Unterstützung durch Ehrenamtliche, Familie und Spenden betreiben wir eine kleine Greifvogel-Auffangstation im Kreis Warendorf in NRW. Unsere Falknerin mit tiermedizinischer Ausbildung arbeitet dabei eng mit mehreren Tierarztpraxen, Naturschutzbehörden, Jägern und anderen Falknern zusammen.

Immer wieder werden Wildtiere aller Art gefunden, aufgelesen oder beobachtet, die augenscheinlich menschliche Hilfe benötigen. Leider oft wirklich nur augenscheinlich. Aber auch tatsächliche Notfälle werden bei Polizei, Feuerwehr oder Ämtern gemeldet.

Die Eule im Stacheldrahtzaun, der Sperber der im Jagdflug gegen die Fensterscheibe knallte; der Bussard, der am Straßenrand überfahrene Tiere fraß und selber angefahren wurde; der Rotmilan, der einen Giftköder fraß oder der Wanderfalke, der von einem Windrad erwischt wurde.

Diese Tiere nehmen wir in Absprache mit der Unteren Naturschutzbehörde an, behandeln und betreuen diese mit dem klaren Ziel, sie wieder in einen Zustand zu versetzen, in dem sie in der Natur wieder frei und selbstständig leben können.
Viele Greifvögel wurden so in den vergangenen Jahren von unserem kleinen Netzwerk von Fachleuten betreut und viele von ihnen konnten wieder in die Freiheit entlassen werden.

Storys aus dem Alltag

Schwarzmilan Henry

Schwarzmilan Henry wurde am 10.05.26 von einer aufmerksamen Familie in deren Garten entdeckt.

Was ihm geschehen ist, kann man nur vermuten. Sowohl eine Kollision mit einem Auto, als auch mit einem Windrad ist möglich.
Nach der Erstversorgung und Fixierung des frakturierten Oberarm wurde vom Fachtierarzt Dr Zinke die Oberarmfraktur bestätigt. Obwohl der obere Teil des Knochenrestes sehr kurz war, entschieden wir uns für eine OP, um die beiden relativ gut voreinander stehenden Knochenenden per Draht zu verbinden. Leider hielt der Draht nicht und rutschte aus dem besagten kurzen Ende, trotz fixierter Schwinge heraus. Der Draht musste wieder gezogen werden; die Knochenenden standen nicht mehr voreinander. Da die Verletzung aber auch recht großflächig war und auch einiges umliegendes Gewebe umfasste, bestand die Chance, dass sich genügend Kallus bilden würde, um allem wieder Stabilität zu geben. Also verblieb Henry weitere Tage in der Station und wir waren gespannt, wie er sich bewegen würde, wenn der Verband abgenommen würde.
Nach zehn Tagen war es soweit. Mehr Zeit konnten wir ihm nicht geben, sonst bestünde wiederum die Gefahr, dass Bänder und Sehnen zu sehr verkürzen würden. Zuerst sehr verhalten bewegte sich Henry in der nun größeren Voliere, nutze aber mehr und mehr beide Schwingen.
Was letzten Endes daraus wurde, sieht man auf dem Video.
Es ist erstaunlich, zu was Vögel in der Lage sind!
Betonen möchte ich an dieser Stelle jedoch unbedingt, dass man immer abwägen muss, ob eine Rehabilitation versucht werden sollte. Wird dem Wildtier mehr Stress durch das dem Menschen ausgeliefert sein, zugemutet, so ist es sinnvoll, artgerecht und aus tierschutzrechtlichen Gründen notwendig, es zu erlösen.
Henry jedoch hat es geschafft und wir wünschen ihm alles Gute und stets Wind unter seinen Schwingen!

Unterstützt durch:

Den Deutschen Falkenorden – Bund für Falknerei, Greifvogelschutz und Greifvogelkunde e.V.

Das Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordreihn-Westfalen.


Wir danken der Sparkasse Münsterland Ost für die Unterstützung zur Anschaffung wichtiger Einrichtungsgegenstände im Rahmen unseres Umzuges nach Ostbevern.

Kontakt

Sie erreichen uns am besten telefonisch oder per E-Mail:

Greifvogelhilfe Münsterland

Schirl 15a
48346 Ostbevern
Tel.: 0160 / 30 33 333
E-Mail: info@gvhm.de

Verantwortlich für den Inhalt nach § 55 Abs. 2 RStV:
Tina Spirawski

Spenden/ Unterstützen

Spenden sind sehr Willkommen

Schreibt mich gerne an um zu Spenden.

Reviere gesucht

Sollten Sie Jäger sein, würden wir uns freuen, wenn Sie uns ermöglichen könnten, in Ihrem Revier die zu rehabilitierenden Vögel einzujagen. Besonders Jungvögel müssen das Jagen oft erst lernen. Da die Eltern diese Lektionen nach einem Aufenthalt bei uns nicht mehr vermitteln können, übernehmen wir das als ausgebildete Falkner mit gültigem Falknerjagdschein. Jede neue Jagdsituation ist für den zu entlassenen jungen Greifvogel Gold wert und hilft ihm für sein späteres Leben in Freiheit.

Gründerin, Falknerin und gute Seele unserer Auffangstation

TINA SPIRAWSKI